RÖMISCHES REICH -RR- // Die Stämme


 PLEBEJER

 

Die Plebejer (lat. plebs „Menge, Volk&ldquo waren in der römischen Republik das einfache Volk, das nicht dem alten Adel, den Patriziern (lat. patres „Väter, Vorfahren&ldquo, angehörte. Es bestand vor allem aus Bauern und Handwerkern. Sie sind zu unterscheiden von den Sklaven, die zeitweise zwei Drittel der römischen Bevölkerung ausmachten.

Im Jahre 494 v. Chr. streikten die Plebejer zum ersten Mal für mehr Rechte (secessio plebis), und im Jahr 449 v. Chr. kam es zum zweiten Auszug der Plebs aus der Stadt Rom, 445 v. Chr. wurde ihnen das Recht zugestanden, Patrizier zu heiraten (lex Canuleia). In der Folge ( 367 v. Chr. ) bauten sich die Plebejer eigene Strukturen auf (die Volksversammlung und die neuen Magistraturen des Volkstribuns sowie des plebejischen Konsuls). Alle diese Zugeständnisse wurden mit dem Druckmittel der Secessio plebis durchgesetzt. Der Ständekonflikt wurde 287 v. Chr. gelöst. Damals setzte der plebejische Diktator Quintus Hortensius ein Gesetz durch, das die Beschlüsse der Volksversammlung nicht nur für die Plebejer, sondern für alle römischen Bürger bindend machte. (lex Hortensia)

Zur Zeit der späten Republik verschob sich die Bedeutung des Wortes plebs. Der Begriff diente nun der sozialen Differenzierung aller Bürger unterhalb des Senatoren- und Ritterstands. Es wurde zwischen den städtischen (was sich nur auf die Stadt Rom bezieht) Plebejern, der plebs urbana, und den ländlichen, der plebs rustica, unterschieden. Hierbei kam der plebs urbana besondere Bedeutung zu, da nur sie aufgrund ihrer Ortsansässigkeit an den Volksversammlungen und somit an der Wahl von Magistraten teilnehmen konnte. Das führte dazu, dass sie von popularen Politikern mittels Getreidezuweisungen und Ähnlichem umworben wurde. Ferner konnte die plebs urbana auch „physischen“ Druck ausüben (in Form von Massendemonstrationen und Ausschreitungen). Es ist umstritten, inwieweit sie als eigenständiger politischer Faktor oder nur als „Spielball“ von populären Politikern bewertet werden kann.

Der heutige Ausdruck Plebs hat pejorativen Charakter für „viel Volk“, „ungebildetes, einfaches Volk“ und plebejisch bedeutet „ungebildet, ungehobelt, pöbelhaft“.

Das deutsche Wort Pöbel hat nichts mit den Plebejern zu tun, sondern stammt aus dem altfranzösischen poble „Dienerschaft; gemeine Leute“ (dieses wiederum aus lat. populus „Volk&ldquo.

 

 

Hat fast keine rechte ihm Stamm er kann wie jeder anderer im Clan seine Meinung sagen sonst hat er keine rechte

 

 

 

Patrizier

 

Patrizier ist die Bezeichnung für Angehörige der alteingesessenen Oberschicht im antiken Rom. Davon abgeleitet wird auch die sozial relativ abgeschlossene Oberschicht in vielen mittelalterlichen Städten Patriziat genannt.

Im antiken Rom stellten Patrizier die Oberklasse in der Frühzeit des antiken Rom dar. Sie waren die Familien berühmter oder einflussreicher Vorfahren. Das Wort Patrizier (patricius) leitet sich vom lateinischen Wort pater, patres (Väter, Vorfahren) ab. Die Patrizier nahmen für sich in Anspruch, die Nachfahren der Gründungsväter Roms zu sein.

In der frühen Römischen Republik waren Mischehen zwischen Patriziern und Plebejern, also dem gewöhnlichen Volk, zunächst verboten. Auch der Handel war strikt getrennt. Im Zuge der Ständekämpfe lockerten sich diese Einschränkungen, als sich die Plebejer ihr Recht auf Teilhabe an der politischen Macht erstritten. Ab der Zeit der mittleren Republik bildeten die Patrizier und einige plebejische Familien die politische Führungsschicht Roms. Sowohl patrizische als auch plebejische Familien waren Großgrundbesitzer. Die Führungsschicht der hohen und späten Republik, die Nobilität, setzte sich aus Patriziern und Plebejern zusammen. Einige Ämter – besonders das Volkstribunat – waren für Patrizier unzugänglich, während ihnen umgekehrt bis zuletzt bestimmte Priesterämter vorbehalten waren.

Patrizier genossen prinzipiell auch noch in der späten Republik besonderes Ansehen und neigten zumeist der politischen Richtung der Optimaten zu. Das hinderte jedoch bekannte Patrizier wie Gaius Iulius Caesar nicht daran, ihr politisches Glück bei den Popularen (oder vielmehr: mit popularen Methoden) zu suchen.

Bekannte Patrizierfamilien, die auch viele Konsuln und andere hohe Beamte der römischen Republik stellten, waren unter anderem die Cornelier, Valerier, Julier, Claudier, Aemilier, Fabier.

Im spätantiken Römischen Reich führte Kaiser Konstantin der Große den Titel Patricius als Ehrentitel für Bürger, die sich um das Reich verdient gemacht hatten, ein. Näheres siehe dort. Bis zum Ende der Antike war er als Ehrentitel von Bedeutung (vgl. etwa Petros Patrikios).

In den deutschen Reichsstädten des Mittelalters

In den deutschen Reichsstädten des Mittelalters bildete sich ab dem 11. Jahrhundert ein Patriziat aus den reich gewordenen Bürgern sowie später aus den in die Bürgerschaft aufgenommenen Rittern, Amtsleuten und Ministerialen, wobei die Unfreiheit letzterer kein Hindernis darstellte. Die Patrizier besetzten den Rat und wichtige andere städtische Ämter und versuchten, sich ein ausschließliches Recht auf diese Ämter zu wahren, also die Patrizier zu den alleinigen ratsfähigen Geschlechtern zu machen. Hierfür schlossen sie sich in Gilden zusammen und setzten ein erbliches Recht auf die begehrten Ämter durch.

Die Patrizier gelten als dem landgesessenen Adel ebenbürtig. So nimmt das genealogische Handbuch des Adels unverändert jene Familien auch ohne Adelsprädikat auf, deren Mitglieder nachweislich spätestens im 14. Jahrhundert erbgesessene Ratsgeschlechter in deutschen Reichsstädten waren.

Seit dem 13. Jahrhundert kämpften die in Zünften organisierten Handwerker gegen die Vorrechte der in Gilden vereinigten Patrizier. In der Regel konnten die Zünfte eine Beteiligung am Stadtrat erlangen. In Köln wurde die gesamte Stadtverfassung auf die Zunftverfassung zugeschnitten, während sich in Augsburg, Nürnberg, Frankfurt und in der Mehrzahl der Hansestädte das Patriziat behaupten konnte.

 

 

Der Patrizier hat fast alle rechte er kann ales bis auf Mitglieder umbennenen oder Kicken

 

Patrizier wird man indem unter den top 3 vertreten ist ( im Stamm) 

 

 

Römisches Reich 


Im alten Rom war der Senat der oberste Rat des römischen Reiches. Formal hatte er in der Republik als Versammlung der ehemaligen Amtsträger zwar nur beratende Funktion, faktisch aber war er das Machtzentrum des Staates. Alle höheren Beamten des römischen Staates erhielten im Anschluss an ihre Amtszeit und die darauffolgende Statthalterschaft einen Sitz im Senat; ihr Ansehen und ihr Einfluss bemaßen sich an ihrem zuletzt bekleideten Amt. Wenngleich die höchsten Ämter, vor allem das Konsulat, meist nur von Mitgliedern einiger weniger einflussreicher Familien erreicht wurden, konnten doch auch „gewöhnlichere“ Bürger über die Bekleidung niedriger Ämter einen Senatssitz erlangen. Der Senat umfasste in der Zeit der frühen Republik ca. 100, später etwa 300 und in der Zeit Cäsars sogar bis zu 900 Sitze. In der frühen Kaiserzeit wurde die Anzahl der Senatoren allerdings wieder auf etwa 600 reduziert. Der römische Senat überdauerte das Ende des westlichen Kaisertums 476 und verschwand erst um das Jahr 600.

 

Der Senat im Königtum [Bearbeiten]

Die Informationen über den Senat in der Zeit, als Rom noch von Königen beherrscht wurde, sind sehr spärlich gesät, und vieles ist unter Althistorikern sehr umstritten. Vermutlich entsprach das Gremium damals noch einem Kronrat, der den König in dessen Politik beriet, selbst aber keine Handlungsmöglichkeit besaß; denkbar ist aber auch, dass es sich um eine Versammlung der Häupter der großen Familien handelte, die grundsätzlich in Opposition zum König stand. Die Behauptung vieler antiker Autoren, dass der legendäre Stadtgründer Romulus den ersten Senat einberief, darf angezweifelt werden.

Der Senat, der anfangs vielleicht 100 Mitglieder besessen haben dürfte, setzte sich laut Cicero aus senes, also älteren und erfahrenen Männern, sowie vor allem aus den patres, den Oberhäuptern des römischen Adels, zusammen. Daher kommt auch die Übersetzung „Rat der Ältesten“ oder „Ältestenrat“. Zusätzlich zu der Beratungsfunktion stellten die Senatoren auch den Interrex, den obersten Verwalter für die Zeit zwischen dem Tode des früheren und der Einberufung eines neuen Königs.

Daneben waren die Aufgaben des Senats wahrscheinlich größtenteils sakraler Natur. Erst etwa unter König Tarquinius Priscus, der den Senat um hundert Mitglieder erweitert haben soll, soll er diese Funktion unter griechischem Einfluss allmählich aufgegeben haben; wie alle Überlieferungen über die römische Frühzeit könnte dies aber auch spätere Konstruktion sein.

Der Senat in der Republik [Bearbeiten]

Nach Ende der Königszeit übernahm der Senat die Rolle von Gesetzgeber und Regierung im noch kleinen Rom. Im folgenden System der Magistrate, das sich bald herauskristallisierte, war der Senat die einzige Institution, die wirklich von Dauer war – schließlich wurden die Beamten jährlich neu gewählt. Äußerliche Zeichen der Bedeutung der Senatoren waren ein breiter Purpurstreifen (latus clavus) auf der Toga und ein goldener Siegelring (symbolum).

In Anbetracht der langen Tradition, die der Senat schon zu Beginn der Republik innehatte, fiel ihm die Rolle des kontrollierenden und leitenden Gremiums zu, obwohl diese eigentlichen Gewohnheitsrechte niemals gesetzlich verankert wurden (auctoritas senatus). In den Jahrhunderten der Republik, die nun folgten, bestimmte der Senat, der durch die Aufnahme von Sabinern und Etruskern auf rund 300 Mitglieder angewachsen war, die Richtlinien der Politik. Er regelte faktisch die Außenpolitik, erließ Gesetze und schaffte sie auch ab, vergab anfangs wohl bestimmte Magistraturen, konnte die Beamten auch absetzen und verwaltete die Staatsfinanzen. Später wurden derartige Entscheidungen und die Gesetzgebung zwar der Volksversammlung übertragen, doch entschied diese im Normalfall nur über Vorlagen, die der Senat zuvor diskutiert und abgesegnet hatte. Verbunden mit der altehrwürdigen Tradition machten diese wichtigen Aufgaben den Senat klar zum Herzen des Staates. Den Senat nicht zu respektieren, hieß für einen einfachen Römer, den Staat nicht zu respektieren. Diese Verbundenheit schlug sich auch in der vielmals beschworenen Formel SPQR, senatus populusque romanus („der Senat und das römische Volk&ldquo, nieder.

Nach den Ständekämpfen des 4. Jahrhunderts v. Chr. war es zwar auch den Plebejern möglich, in den Senat einzutreten, doch bis in die hohe Kaiserzeit hinein war der Senat stets fest in der Hand der Nobilität, zu der neben den Patriziern (patres) auch jene plebejischen Familien gehörten, die es bis zum Konsulat gebracht hatten: Aus Patriziern und aufgestiegenen Plebejern bildete sich eine Gruppe von nur wenigen Familien, die über Jahrhunderte den Staat kontrollierten. Zwar wurde die offizielle Anrede für die Senatoren nach den Ständekämpfen auf patres conscripti („Väter und (neu) Eingetragene“, möglicherweise auch „eingetragene Väter&ldquo erweitert, doch die scharfe Kontrolle über den Zugang zum Senat (lectio senatus), die bis 313 v. Chr. von den Konsuln, später alle fünf Jahre von den Zensoren ausgeübt wurde, machte es einem Nichtadligen schwer, Senator zu werden, und fast unmöglich, als homo novus bis zum Konsulat aufzusteigen. Senatoren waren weitestgehend Großgrundbesitzer, in der späten Republik von Latifundien, zumal ihnen seit der lex Claudia de nave senatorum von 218 v. Chr. die Ausübung von Handelsgeschäften (außer der Vermarktung der eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse) und Gewerbe verboten war.

Während der klassischen Republik wurde auch ein Mitglied der Nobilität nicht als Senator geboren: Man musste zunächst den cursus honorum, die traditionelle Ämterlaufbahn aus Quästur, Ädilat/Tribunat, Prätur und Konsulat absolvieren. Es war bereits von sehr früh an Tradition, die beiden Konsuln nach Ablauf ihrer Amtszeit in den Senat aufzunehmen. Dieser Brauch wurde Schritt für Schritt ausgeweitet, bis zuletzt auch die Quästoren nach Ableistung ihres Jahresamtes praktisch automatisch aufgenommen und damit Senatoren wurden. Doch die Geldmittel für den cursus honorum standen in der Regel nur Mitgliedern der römischen Ritterschicht (wie etwa Cicero) zur Verfügung: Der Wahlkampf war sehr kostspielig, das Amt unbezahlt. Dennoch war es ehrgeizigen Männern (meist mit Unterstützung durch reiche Förderer) durchaus möglich, die niedrigen senatorischen Ämter zu bekleiden und als ehemalige Quästoren oder Volkstribune auf den hinteren Bänken des Senats Platz zu nehmen. Selbst die Prätur war für solche Männer mitunter erreichbar, Konsul wurden sie aber, wie gesagt, nur in Ausnahmefällen. Gelang es ihnen doch, war dies faktisch gleichbedeutend mit der Aufnahme ihrer Familie in die Nobilität.

Unter Sulla wurde der Senat auf 600 Mitglieder erweitert. Später erhöhte Caesar die Anzahl noch einmal auf rund 900 bis 1000. In der Spätantike wuchs die Zahl der Senatoren weiter stark an, um ab dem 5. Jahrhundert wieder zu sinken.

Auch untereinander hatten die Senatoren eine eigene Hierarchie, die sich nach der Herkunft (so hatten die Patrizier beispielsweise gegenüber den Plebejern anfangs ein erweitertes Stimmrecht), dem zuvor ausgeübten Amt und dem Alter orientierte: Der älteste ehemalige Konsul war demnach prinzipiell der angesehenste Senator. Zusätzlich wurde derjenige Senator, der sich bei einer Senatstagung als erstes in die Liste eintragen und als erster sein Votum abgeben durfte, princeps senatus (Erste des Senats) genannt. Den Vorsitz der Tagung jedoch führte stets der Beamte, der den Senat einberufen hatte. Das Recht dazu hatten die Konsuln, die Praetoren und nach den Standeskämpfen auch die Volkstribunen. Die Senatssitzungen waren meist öffentlich und fanden zweimal monatlich in der curia Hostilia statt. Es bestand Anwesenheitspflicht, bei Nichterscheinen drohte eine Geldstrafe.

Der Senat übte seine administrativen Aufgaben nach Gewohnheitsrecht aus. Die wenigen in Gesetze gefassten Aufgaben bestanden unter anderem in der Zuweisung bestimmter Aufgaben an die verschiedenen Feldherren im Krieg. Zusätzlich war der Senat aufgrund seiner langen Tradition und der damit verbundenen Autorität Hüter von Sitte und Ordnung und Bewahrer der Traditionen. Insgesamt stand die Republik ganz im Zeichen der senatorischen Gewalt; trotz demokratischer Elemente war die römische Republik daher eine Aristokratie, die von der Nobilität kontrolliert wurde.

Der Senat im Kaiserreich [Bearbeiten]

Nach dem Jahrhundert der Bürgerkriege hatten die meisten Senatoren akzeptiert, dass die Ära der nahezu unbeschränkten Senatsherrschaft vorbei war. Der letzte Versuch, die Republik mit der Ermordung Caesars in ihrer alten Form zu erhalten, endete in einem blutigen Desaster, das für viele Senatoren tödlich ausging. Als Oktavian nach seinem Sieg bei Actium 31 v. Chr. eine Neuordnung des römischen Staatssystems durchführte, leisteten nur noch die wenigsten Senatoren ernsthaften Widerstand. Im Jahr 27 erhielt Oktavian den Ehrennamen Augustus, weil er äußerlich die Republik erneuerte, in Wahrheit aber eine Monarchie errichtete. Im nun folgenden System des Prinzipats, das formell die Republik zwar weiterbestehen ließ, entscheidende Vollmachten jedoch dem princeps, also den "Ersten" des Staates, übertrug, büßte der Senat faktisch die Entscheidungsgewalt ein. Doch zugleich bemühte sich der erste princeps (bzw. Kaiser), das Ansehen der Senatoren, die erst jetzt zu einem eigenen Stand (ordo) wurden, zu heben. Augustus erließ daher Sittengesetze, und die Anzahl der Senatoren wurde wieder auf 600 verringert, um die Exklusivität zu erhöhen.

Unter Augustus, der sich selbst als princeps bezeichnete, konnte der Senat noch ein relativ freundliches Verhältnis zu dem neuen Machthaber aufbauen. Augustus selbst trachtete stets danach, mit dem Senat äußerlich in friedlicher Koexistenz zu regieren, zumal er auf die Kooperation der Senatoren angewiesen war, wenn er das Reich verwalten wollte. Durch Ehegesetze, die verheiratete Senatoren und insbesondere Senatoren mit Kindern bevorzugten, versuchte er erfolglos, die alten senatorischen Familien zu erhalten. Bereits zu Beginn des 2. Jahrhunderts gab es nur noch eine einzige alte Patrizierfamilie. Neue, die ihre Stellung allein den Kaisern verdankten, traten an die Stelle der alten republikanischen Geschlechter.

Immer mehr Mitglieder des Senats waren romanisierte Provinziale, die zunächst aus dem Westen des Reiches, später aus dem Orient und im 3. Jahrhundert schließlich aus Illyrien und Africa stammten. Am Ende des 2. Jahrhunderts stammte nur noch knapp die Hälfte der Senatoren aus Italien. Die Senatorenwürde löste sich nun mehr und mehr von der Teilnahme an den Senatssitzungen, die weiterhin zweimal monatlich in Rom stattfanden. Ehemalige Magistrate lebten als Ehrensenatoren auf Landgütern überall im Reich, die direkt dem Statthalter unterstellt waren.

Der erste Konflikt zwischen Kaiser und Senat entstand schon bei Augustus’ Tod im Jahre 14. Weder sein Nachfolger Tiberius noch der Senat wussten mit dieser völlig neuen Situation – sollte doch die eigentlich einzigartige Stellung des ersten princeps nun auf einen Erben übergehen – umzugehen und begegneten einander mit scharfem Misstrauen. In den späteren Jahren seiner Herrschaft kooperierte Tiberius aber recht eng mit dem Senat. Er betrachtete ihn als nicht nur beratendes, sondern auch entscheidendes Gremium und übertrug ihm wichtige Rechte der Volksversammlung. Der Prinzipat war jedoch bereits so etabliert, dass viele Senatoren sein Entgegenkommen für unangemessen und heuchlerisch hielten.

Nach Tiberius versuchte der Senat stets, das ihm weiterhin zugestandene Recht der Ernennung zum Kaiser für sich zu behalten. Formal legitimiert wurde eine Kaiserherrschaft eigentlich erst durch einen entsprechenden Senatsbeschluss (wobei spätestens seit Vespasian alle Sondervollmachten durch eine einzige lex de imperio verliehen wurden), doch gab es in der römischen Geschichte genug Fälle, in denen sich neue Kaiser nicht darum scherten, sondern allein mit den sie unterstützenden Legionen im Rücken regierten und die Zustimmung des Senats schlicht erzwangen. Dagegen war der Senat machtlos, auch wenn er mitunter versuchte, einen Gegenpol zur ständig wachsenden Einflussnahme der Militärs darzustellen. Noch im Jahr 41, nach der Ermordung Caligulas, diskutierte man (vergeblich) die Wiedereinführung der Republik. Den Höhepunkt erreichte diese Auseinandersetzung wohl im Sechskaiserjahr 238, als der Senat nach dem Tode der beiden Gordiane eigenmächtig mit Pupienus und Balbinus gleich zwei neue Kaiser einsetzte – ein einzigartiger Vorgang. Nur 99 Tage später wurden die beiden zerstrittenen Herrscher aber von den Prätorianern ermordet, was die realen Machtverhältnisse illustrierte.

Der Einfluss des Senats hing im Prinzipat stark vom jeweiligen Kaiser ab. Suchten in den ersten drei Jahrhunderten des Kaiserreichs noch viele Herrscher (wie beispielsweise Vespasian oder auch Trajan), demonstrativ im Einvernehmen mit dem Gremium zu herrschen, wurde der Senat vor allem ab dem 3. Jahrhundert, in der Zeit der Soldatenkaiser, mehr und mehr marginal. Seit den 260er Jahren verzichteten die Kaiser in aller Regel darauf, den Senat um eine formale Bestätigung ihrer Herrschaft zu bitten – diese war überflüssig geworden. Dies hing auch damit zusammen, dass Kaiser Gallienus um 260 die Senatoren vom Militärdienst ausgeschlossen hatte: Waren die Kaiser seit Augustus zunächst lange auf die Mitarbeit der Senatoren in Militär und Verwaltung angewiesen gewesen, so gelangte diese Phase nun an ihr Ende, und damit sank auch die Bedeutung des Senats weiter ab. Die wenigen Bereiche, in denen der Senat nun noch mit gesetzlichem Recht entscheiden durfte, waren keinesfalls für die große Politik von Bedeutung. Allein die Gesetzgebung oblag weiterhin dem Senat, obwohl der Kaiser faktisch auch ohne Zustimmung Gesetze einführen konnte (die dann aber in der Regel nicht als lex bezeichnet wurden).

Der Senat in der Spätantike [Bearbeiten]

Die Curia Iulia auf dem Forum Romanum
Die Curia Iulia auf dem Forum Romanum

Diokletian gab der Senatscuria ihre heute erhaltene Gestalt. Durch die ständige Abwesenheit der meisten Kaiser in der Spätantike – spätestens seit 312 hielten sich nur wenige Kaiser längere Zeit in der Stadt auf – war der Senat anfangs bisweilen imstande, sich so selbst wieder einen größeren politischen Freiraum zu schaffen. Dennoch konnte der beständige Niedergang der Senatsbedeutung insgesamt nicht aufgehalten werden; der Senat verlor rasch auch die letzten Reste an realer Macht. Die Kaiser bedurften nicht mehr der Anerkennung durch den Senat und das Recht auf Gesetzgebung bestand zwar weiter, wurde aber nicht mehr genutzt. Übrig blieb eigentlich nur das Privileg, über Standesgenossen zu richten, wenn diese des Hochverrats angeklagt waren. Allerdings genossen die Senatoren weiterhin ein enormes Sozialprestige, und vereinzelt bot die Versammlung zumindest eine Bühne für politische Entscheidungen.

Seit der Reichsteilung von 395 war der Senat dann faktisch eigentlich kaum viel mehr als der Stadtrat von Rom, denn seit Konstantin saß auch in Konstantinopel ein Senat, der seit Constantius II. die gleichen Privilegien besaß wie der weströmische. Allerdings waren die oströmischen Senatoren offenbar nie so extrem wohlhabend wie ihre italischen „Kollegen“, und der römische Senat galt weiterhin als die Verkörperung der Größe Roms. Einige mächtige senatorische Geschlechter wie die Anicier waren in beiden Reichshälften präsent und bildeten damit ein verbindendes Glied. In Ost und West unterteilten sich die Senatoren in die Rangklassen der clarissimi, spectabiles und illustres; als ihre Zahl um 450 zu groß geworden war, nahm man den clarissimi und spectabiles das Recht zur Teilnahme an Senatssitzungen. Damit wurde der Senat faktisch zu einer Versammlung der höchsten aktiven und ehemaligen kaiserlichen Beamten, er zählte fortan kaum mehr als 100 tatsächliche Mitglieder.

Bis zur Niederschlagung der Usurpation des Eugenius 394 war der Senat in Rom auch ein Hort der paganen Traditionen: Wenn auch im Verlauf des 4. Jahrhunderts immer mehr Christen dem Senat angehörten, wie etwa der extrem einflussreiche Sextus Petronius Probus, so stellten die heidnischen Senatoren doch noch eine beträchtliche Oppositionsgruppe dar.[1] Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe waren am Ende des 4. Jahrhunderts Quintus Aurelius Symmachus, Virius Nicomachus Flavianus und Vettius Agorius Praetextatus (siehe auch Streit um den Victoriaaltar). Nach dem gewaltsamen Ende des Eugenius verschwanden die heidnischen Traditionalisten aber bald in der Bedeutungslosigkeit; kaum einer ergriff jedenfalls noch öffentlich Partei für die alten Götterkulte, die unter Theodosius I. auch verboten worden waren.

Bemerkenswerterweise war es nicht so, dass mit dem Ende des weströmischen Kaisertums 476 auch der Senat sein Ende gefunden hätte. Stattdessen bestand der westliche Senat noch das ganze sechste Jahrhundert hindurch weiter, auch wenn seine Bedeutung unter der nach dem Reichsende folgenden germanischen Herrschaft unklar ist. Offenbar kooperierte man aber insgesamt erfolgreich mit den neuen Herren. Noch unter Odoaker oder Theoderich wurden die Privilegien der Senatoren bestätigt, man prägte Münzen mit der Legende SC (Senatus consultum), und es wurden weiterhin jährlich zwei Konsuln ernannt – je einer im Osten und einer in Italien. Nach 534 – im folgenden Jahr begann der Angriff der oströmischen Truppen auf das Ostgotenreich – ist für den Westen dann kein Konsul mehr aufgelistet, der Senat jedoch bestand weiter. Allerdings ruinierte der lange Krieg zwischen den Goten und Ostrom die Senatoren. Als Kaiser Justinian nach seinem Sieg 554 fast alle senatorischen Ämter Italiens (nur die Stadtpräfektur blieb erhalten) abschaffte, sank die Bedeutung des Senates noch einmal rapide, und mit dem Einfall der Langobarden war sein Schicksal endgültig besiegelt. Die letzte sicher bezeugte Aktion bestand in der Entsendung zweier Botschafter zum Reichsgericht in Konstantinopel in den Jahren 578 und 580. Auch bei der Erhebung von Papst Gregor dem Großen soll der Senat noch einmal eine kleine Rolle gespielt haben.

Seit 542 gab es auch in Konstantinopel keinen Konsul mehr, der Senat im Byzantinischen Reich bestand jedoch noch bis zu dessen Ende weiter – allerdings verschwand die oströmische Senatsaristokratie nach der Mitte des 7. Jahrhunderts. Sie wurde während der Abwehrkämpfe gegen die Araber durch neue Aufsteigerfamilien ersetzt, die aber nicht mehr über das alte Standesbewusstsein oder über die klassische Bildung verfügten, die für die antiken Senatoren typisch gewesen waren. Der Senat der mittel- und spätbyzantinischen Ära erinnerte daher nur noch entfernt an jenen der Antike.

Senatorische Sonderbefugnisse und Geschäftsordnung [Bearbeiten]

Der Senatsbeschluss [Bearbeiten]

Der Senatsbeschluss (senatus consultum, abgekürzt SC), gelegentlich auch als decretum oder sententia bezeichnet, war eine Anweisung, die der Senat nach erfolgter Diskussion und Abstimmung einem Beamten erteilte. Theoretisch gesehen war ein solcher Beschluss (oder wörtlich: "Ratschlag" nicht bindend, in den Tagen der Republik wagte es jedoch kaum jemand, sich einem solchen "Rat" zu widersetzen, da dies eine Auflehnung gegen den expliziten Willen der Nobilität und damit in aller Regel das Karriereende bedeutet hätte.

Nach der Abstimmung wurde der Senatsbeschluss niedergeschrieben und im Saturntempel, in dem auch der Staatsschatz ruhte, archiviert. Weniger wichtige Schriftstücke, beispielsweise Protokolle, nicht sonderlich wichtige Reden und so weiter wurden im Tabularium, einem 78 v. Chr. erbauten Staatsarchiv, aufbewahrt. Zudem waren die Senatoren verpflichtet, ihre Beschlüsse zu veröffentlichen. Seit Caesar wurden die Beschlusslisten auf dem Forum Romanum für die gesamte Öffentlichkeit ausgehängt.

Bisweilen kam es vor, dass einem Senatsbeschluss verfassungsmäßige Hindernisse in den Weg gelegt wurden. So konnte es zum Beispiel vorkommen, dass ein Volkstribun sein Veto einlegte oder religiöse Bedenken bzw. Vorwände vorgebracht wurden. In diesem Fall wurde das Abstimmungsergebnis von einem senatus consultum zu einer senatus auctoritas, also einer Willensabsicht des Senats, herabgestuft und musste erneut zur Abstimmung vorgelegt werden.

Seit 133 v. Chr. existierte zusätzlich ein so genanntes senatus consultum ultimum, also ein außerordentlicher Senatsbeschluss, der bestimmten Beamten für eine gewisse Zeitdauer außerordentliche Rechte verlieh. Mit dieser Maßnahme sollte die Notwendigkeit der Ernennung eines Diktators möglichst selten vorkommen. In der Regel bestand diese Handlung darin, den beiden Konsuln für ihre einjährige Amtszeit uneingeschränkte Macht zu verleihen, um die angeblichen Feinde (hostes) des Staates mit allen Mitteln zu bekämpfen (Rechtsformel videant consules, ne quid res publica detrimenti capiat, dt. „mögen die Konsuln darauf schauen, dass das Gemeinwesen keinerlei Schaden nehme&ldquo. Die Rechtmäßigkeit dieses Instrumentes, mit dem sich der Senat in der späten Republik offen als die oberste Entscheidungsinstanz präsentierte (während dies ja theoretisch die diversen Volksversammlungen sein sollten), war allerdings stets sehr umstritten.

In der Kaiserzeit kamen unabhängig vom Kaiser eingebrachte Gesetzesabstimmungen immer seltener vor; der späteste bekannte Fall dieser Art lag vor, als 178 mit dem senatus consultum Orfitianum (lateinisch: orfanus = Waisenkind) per Gesetz das Vererbungsrecht im Falle des Todes einer Frau zugunsten ihrer Kinder neu geregelt wurde.

Rechtsprechung im Senat [Bearbeiten]

Als Gegenmaßnahme zur schwindenden Macht des Senats unter den Kaisern wurde ab 4 v. Chr. dem Senat das Recht zugebilligt, in Fällen von repetundae (Prozess gegen einen Provinzstatthalter wegen illegaler Gelderaneignung) sowie maiestas (Hochverrat) in entsprechenden Ausschüssen Gericht zu sprechen. Mit dem ersten Fall dieser Art unter Augustus entwickelte sich so ein Gewohnheitsrecht.

Ein Prozess de repetundis (also über Rückforderung illegal erlangter Gelder) kam sehr häufig vor, da die Statthalter einer Provinz praktisch durch keinerlei Gesetz in ihrer Gier gezügelt werden konnten. Am bekanntesten ist hier wohl die von Plinius in seinen Briefen beschriebene Anklage gegen Marcus Priscus, den Statthalter von Africa. Plinius und Tacitus klagten hier gegen den Statthalter und behaupten übereinstimmend, dass der Angeklagte auch strafrechtliche Konsequenzen zu fürchten hatte.

Das Verfahren entsprach der üblichen Vorgehensweise bei Gerichtsprozessen: Je zwei Senatoren waren für Anklage beziehungsweise Verteidigung zuständig. Nach einem dreitägigen Prozess hielten alle vier Betreffenden ihre Abschlussrede. Danach wurden von den Konsuln und Prokonsuln verschiedene Strafen zur Debatte gestellt. Schlussendlich wurde mit einer Abstimmung über den Angeklagten geurteilt.

Die Anklage wegen maiestas ist weniger gut bekannt. Tatsächlich war der Begriff des Hochverrats bei den Römern extrem weit auslegbar; seit Augustus galt auch und vor allem die Beleidigung des Kaisers als ein Vergehen gegen die "Majestät" des Staates. Der Senat urteilte über Fälle, deren Bandbreite von einem bewaffneten Putsch bis hin zu der Mitnahme einer Münze (mit dem kaiserlichen Portrait darauf) auf die Toilette oder dem Verkauf einer Kaiserstatue reichen konnte. Theoretisch konnte fast jeder wegen Hochverrats angeklagt werden, sofern sich ein Ankläger fand, was unter anderem zu den Schrecken der Hochverratsprozesse unter Tiberius oder Nero führte, bei denen Hunderte umgebracht wurden, während es als Zeichen eines „guten“ Kaisers galt, solche Anklagen nicht zuzulassen, Senatoren zu verschonen oder zumindest den Senat über ihr Schicksal entscheiden zu lassen. Noch in der Spätantike gewährten einige Kaiser den Senatoren mitunter das Recht, über des Hochverrats angeklagte Standesgenossen zu Gericht zu sitzen – doch war dies nurmehr eine freundliche Geste des Herrschers. In solchen Fällen berief man nun meist das "Fünfmännergericht" (iudicium quinquevirale) ein, das aus dem Stadtpräfekten und vier weiteren Senatoren bestand und beispielsweise den Prozess gegen Boethius durchführte.

In zivilrechtlichen Angelegenheiten hatte der Senat bereits in der Republik gewisse Gerichtsbarkeitsmöglichkeiten, die in der Kaiserzeit ein wenig erweitert werden konnten. Jedoch ist in der späten Republik auch ein Fall bekannt, als vor dem Senat ein Hochverratsprozess durchgeführt wurde: Als Catilina mit seinem Putschversuch gescheitert war, wurde im Senat über ihn geurteilt. Verschiedene hohe Politiker, so Gaius Iulius Caesar, prangerten das als unrechtmäßig an und konnten die Hinrichtung der Catilinarier zwar so nicht verhindern, aber dem verantwortlichen Konsul Cicero später erhebliche Schwierigkeiten machen.

 

 

 

 Senat all ALLE rechte genauso wie der Senator!

 

 

 

Bürger

Das römische Bürgerrecht war anfangs wie in den griechischen Poleis nur auf die Einwohner der einen Stadt Rom und die Bauern der umgebenden Landstriche beschränkt. Daneben existierten die Stadtrechte anderer Städte. Es war ein Geburtsrecht, das den jungen Männern zusammen mit der Toga virilis verliehen wurde.

Der Civis, der Alteingesessene, durfte im Gegensatz zum Zugezogenen (Peregrinus), Gast (Hostis) und zum Bundesgenossen (Socius) an der gesetzgebenden Volksversammlung und an der Wahl teilnehmen, wobei die einzelne Stimme abhängig von Vermögen und Wahlbezirk (Tribus) unterschiedliches Gewicht hatte, oder auch selbst Ämter übernehmen, wenn er genügend Geld dafür hatte. Seine Geschäfte, auch mit Nichtrömern, waren durch die römischen Gesetze geschützt, und sollte er in Schwierigkeiten geraten oder eines Verbrechens angeklagt werden, so konnte er sich auf Vorrechte berufen ("Civis romanus sum"). Er war zum Kriegsdienst verpflichtet, wenn er in der Lage war, seine Ausrüstung selbst zu stellen. Der römische Civis durfte nur Römerinnen heiraten (ein Grund, weshalb die Ehe zwischen Marcus Antonius und Cleopatra als so skandalös angesehen wurde).

Andererseits war es für Peregrini und Socii durchaus möglich, für persönliche Verdienste besonders im Krieg das Bürgerrecht verliehen zu bekommen. Auch Freigelassene konnten das Bürgerrecht erhalten, meist zusammen mit der Freilassung. Mit dem Bürgerrecht erhielt der Neubürger den Namen dessen, der es ihm verliehen hatte, und wurde zu dessen Klient.

Mit der Ausbreitung des römischen Einflussgebietes erhielt das römische Bürgerrecht einen höheren Status als die Bürgerrechte der einverleibten Städte (vgl. municipium). Diese Socii (Bundesgenossen) waren zwar verpflichtet, als Hilfskräfte an den römischen Kriegen teilzunehmen, besaßen aber weder Mitbestimmungsrechte noch die Privilegien, die römische Bürger genossen, wie z.B. eine gewisse Immunität vor Gericht und die Möglichkeit, in die besser bezahlten Legionen einzutreten. Dieser Zustand führte zum Bundesgenossenkrieg (91 - 88 v. Chr.), der allen italischen Stämmen zwischen Po und Golf von Tarent das volle römische Bürgerrecht einbrachte.

Nichtitaler konnten das Bürgerrecht für sich und ihre Nachkommen erwerben, wenn sie nach Ableistung der vollen Zeit als Auxiliarkräfte ehrenvoll aus der Armee entlassen wurden. Auch wurde den Anführern eroberter Gebiete das Bürgerrecht verliehen, um sie an das Römische Reich zu binden.

Mit dem Ende der römischen Republik endete auch das bürgerliche Mitbestimmungsrecht, obwohl der Senat und die Ämter offiziell weiterexistierten. Civis zu sein bedeutete jetzt nur noch einen sichereren Rechtsstatus und die Möglichkeit in die Legionen einzutreten. Ersteres wurde schon bald zugunsten der Bevorzugung der Reichen vor den Armen aufgeweicht.

Im Jahre 212 n. Chr. erteilte Caracalla mit der Constitutio Antoniniana allen Einwohnern des römischen Reiches das Bürgerrecht, einerseits um die Identifikation der verschiedener Völker mit dem Reich zu fördern, andererseits um leichter neue Legionäre rekrutieren zu können.

 

 Bürger hat das mitrede Recht im Stamm!

 

 

 

 

 

 

 

 

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